Bei Silizium handelt es sich um Das Spurenelement schlechthin für Haut, Haare und Nägel. Zudem ist Silizium immer dort zur Stelle, wo das Knochengewebe sich gerade regeneriert. Aus diesem Grund ist das Spurenelement unverzichtbar für gesunde Gelenke und Knochen.

Allerdings beinhalten nur wenige Lebensmittel Silizium. Zugleich hält sich die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs aus den Lebensmitteln eher in Grenzen. Deshalb ist Siliziummangel in heutiger Zeit an der Tagesordnung.

Wenn Du dich fragst, was Silizium ist und welche Wirkungen mit belegten Studien vorliegen, dann solltest Du diesen Artikel lesen. Wir teilen Dir einige wertvolle Informationen über das wichtige Spurenelement mit.

Was ist Silizium?

Die Synonyme für Silizium sind Kieselsäure, Kieselerde und das chemisch fachsprachliche Silicium. Auf der Erde ist Silicium einer der häufigsten Mineralstoffe. Für Lebewesen ist das in der Erdkruste vorliegende Silicium unbrauchbar, da es eine anorganische Form aufweist.

Durch eine natürliche Verwitterung bzw. Zersetzung verändern sich die siliziumhaltigen Steine (Silikate) jedoch. Somit entsteht die organische und siliziumhaltige Kieselsäure. Lebewesen können diese lösliche Siliziumform nutzen. Die Kieselsäure nehmen Kieselalgen und Pflanzen auf und verwenden diese als Baustoff.

Derzeit wird erforscht, wie wichtig Silizium für den Körper eigentlich ist. Dabei liegt die Vermutung vor, dass das Spurenelement insbesondere die Gewebe festigt. Lediglich die lösliche Form, also die Kieselsäure, wird in den Körper aufgenommen. In der Mikronährstoffmedizin sind deshalb nur bestimmte Verbindungen verwendbar, wie zum Beispiel siliziumhaltige Pflanzenextrakte.

Welche Wirkung hat Silizium auf unseren Körper?

  • Starkes Bindegewebe: Silizium verleiht dem Bindegewebe mit der Haut, den Knochen, Sehnen, Knorpeln und Bändern eine elastische Stabilität, denn es fördert die Bildung der Bindegewebsfasern Kollagen und Elastin. Wie der Name bereits vermuten lässt hält Elastin das Bindegewebe zuverlässig elastisch und mit dem Kollagen erhält das Bindegewebe seine Festigkeit. Wenn also im Bindegewebe Silizium fehlt, verliert es Elastizität und Stabilität.

Auch einige Studien weisen auf die Wirksamkeit von Silicium auf Haut, Haare und Nägel hin. [1]

  • Wasserspeicher: Silizium kann von seinem Eigengewicht das bis zu 300-fache an Wasser binden. Den Körper unterstützt das Spurenelement dadurch sein Wasserhaushalt aufrecht zu erhalten. Ohne Silicium wäre ein Stoffwechsel, der gut funktioniert, nicht möglich. Das Wasserbindungsvermögen ist ebenfalls für die Elastizität Ihrer Haut, Sehnen, Knorpel und Bänder von großer Bedeutung.
  • Starke Knochen: Bei den knochenbildenden Zellen ist Silizium ein Hauptelement. Dabei beschleunigt das Spurenelement in einer Funktion als Transportmittel die Einlagerung des Kalziums in die Knochen. Der Körper kann bei einer ausreichenden Siliziumversorgung auch die Produktion von kollagenen Fasern verbessern. Silizium ist daher sowohl beim Aufbau als auch bei der Stabilität der Knochen beteiligt. Für die Knochen kann das Spurenelement wertvoll sein, wie erste Studien belegen. (2)
  • Blutgefäßwände: In den Blutgefäßen sorgt Silizium für eine gesunde und elastische Flexibilität. Ein Siliziummangel kann unflexible Gefäßwände verursachen, worin das Blut nicht so gut fließen kann.

Welche Lebensmittel enthalten Silizium?

Für Silicium sind die Hauptquellen Getreide, Gemüse, Obst und Getränke. Ebenfalls in Hülsenfrüchten kommt Silizium in geringen Mengen vor. Darüber hinaus liegt in Getränken wie Bier oder Mineralwasser das Spurenelement in löslicher, aufnehmbarer Form vor.

Fünf sehr gute Siliziumlieferanten sind Hirse, Hafer, Kartoffeln, Bier und Mineralwasser.

Anwendung und Dosierung von Silizium

Silizium sollte idealerweise mithilfe einer ausgewogenen Ernährung in ausreichender Menge aufgenommen werden. Mineralwasser, das besonders siliziumhaltig ist, enthält ungefähr 90 Milligramm pro Liter. Du kannst beim Hersteller anfragen, welcher Siliziumgehalt im Mineralwasser vorliegt.

Allerdings empfehlen Mikronährstoff Experten zur gezielten Einnahme mitunter ein Silizium Präparat. Vorteilhaft daran ist, dass es genau dosierbar ist. Studien deuten zudem darauf hin, dass Silizium Präparate in den Körper besser gelangen: Eine siliziumreiche Ernährung ließ im Urin die Siliziumwerte nicht ansteigen, während Ackerschachtelhalm Extrakt und Cholin-stabilisierte Kieselsäure erfolgreich waren. Dabei sollte das Spurenelement über Präparate mit ausreichend Flüssigkeit zum Essen eingenommen werden.

Auf einen Blick die empfohlenen Dosierungen:

  • Dünne und brüchige Haare und Nägel benötigen pro Tag 10 bis 20 Milligramm
  • Bei Hautalterung und Falten sind pro Tag 10 bis 20 Milligramm zu empfehlen
  • Bei Osteoporose brauchen Sie täglich 10 bis 15 Milligramm
  • Für rheumatoide Arthritis und Arthrose sind pro Tag 5 bis 10 Milligramm sinnvoll
  • Für eine Aluminium Entgiftung bei Multipler Sklerose oder Alzheimer werden täglich 3 bis 10 Liter Mineralwasser empfohlen

Gibt es Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen?

Bisher fand die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) keine negativen Wirkungen von Silizium, das man eingenommen hat – auch bei hohen Dosierungen nicht. Es gibt jedoch noch keinen offiziellen Höchstwert.

Wenn Du täglich zwischen 10 und 50 Milligramm einnehmen, liegt das im natürlichen Bereich. Über die Ernährung wird diese Menge auch aufgenommen. Daher geht man davon aus, dass diese Menge dauerhaft unbedenklich ist.

Bislang ist die Einnahme höherer Dosierungen noch nicht untersucht worden und sollte daher vermieden werden. Du solltest Silizium als Cholin-stabilisierte Kieselsäure oder als Ackerschachtelhalm Extrakt sowie Bambus Extrakt einnehmen. Für die Gesundheit können andere Formen eine Gefahr darstellen.

Über die Ernährung gilt Silizium als sicher. In der Schwangerschaft und Stillzeit gibt es jedoch zu einer Ergänzung von Kieselsäure nur wenig Studien. Das gilt auch für die Extrakte aus Bambus und Ackerschachtelhalm. Deshalb sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit die Einnahme mit einem Arzt besprochen werden.

Fazit

Bei Silizium handelt es sich um einen Mineralstoff, der in zahlreichen Getreiden wie Hafer oder Hirse steckt und auch in Kartoffeln. Darüber hinaus enthalten auch Bier und Mineralwasser viel von dem Spurenelement. Hauptsächlich kommt Silicium im Körper im Bindegewebe, den Knochen und Gelenken vor. Das Spurenelement ist vermutlich auch an der Kollagen-Bildung beteiligt, welches ein wichtiges Struktureiweiß ist, das Festigkeit verleihen kann.

Silizium wird in der Mikronährstoff Medizin häufig für gesunde Haut, Haare und Nägel verwendet. Es wirkt der Faltenbildung und der Hautalterung entgegen. In ersten Studien ist auch eine Stärkung der Nägel und Haare beschrieben. Darüber hinaus stimuliert das Spurenelement den Aufbau von Knorpeln und Knochen, sodass es die Stabilität fördert. Somit kann es die Gelenke unterstützen und eine Osteoporose vorbeugen.

Außerdem sollte Silizium in Präparten in organischer Form vorliegen. Vom Körper wird das besser aufgenommen. Zu diesen gehören Cholin-stabilisierte Kieselsäure und natürliche Extrakte wie zum Beispiel aus Ackerschachtelhalm oder Bambus.

Quellen:

[1] https://link.springer.com/article/10.1007/s00403-007-0796-z

https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00403-005-0584-6

[2] https://www.rosenfluh.ch/media/ernaehrungsmedizin/2011/01/08_Silizium_1.11.pdf